Interkulturelles Haus - Pan Afrika

 

In der Bundeshauptstadt Berlin lebt ein großer Teil der afrikanischen Diaspora. Hierbei handelt es sich um afrikanische Mitbürger aus verschiedenen afrikanischen Ländern mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund. Trotz zum Teil jahrelangem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland ist der Großteil der afrikanischen Mitbürger bis zum heutigen Tag weiterhin nur unzureichend in die Gesellschaft integriert.

 

Im Gegensatz zu anderen ethnischen Gruppen existiert in Berlin für die afrikanischen Mitbürgern/innen keine Anlaufstelle, in der soziale und geistige Betreuung und Beratung bzw. Hilfestellung angeboten werden. Gerade im Hinblick auf die evidente Ausgrenzung bzw. fehlende Nutzung der staatlichen Stellen durch die afrikanischen Mitbürger/innen ist es von zwingender Notwendigkeit, eine zentrale Anlaufstelle zu gründen und bereitzustellen.

 

Die Förderung der Entwicklungsarbeit durch afrikanische Diasporagruppen und einzelne afrikanische Migrantinnen in Berlin, aber auch durch europäische Unternehmen, ist ein weiterer zu entwickelnder Schwerpunkt. Notwendig ist neben der Bündelung der Beratung auch die Förderung durch Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit, die sich erklärtermaßen des Themas annehmen wollen (insbesondere GIZ, KfW-Ausgleichsbank und Berliner entwicklungspolitische NROs). Dies folgt aus der Notwendigkeit eines nachhaltigen Wissenstransfers und der Förderung der Teilhabe afrikanischer Hochschulen und Wissenschaftler, aber auch aus der Intensivierung der sich stärker selbst generierenden afrikanischen Wirtschaft.

 

Mit dem Vorhaben „Interkulturelles Haus – Pan Afrika“ soll eine Dialog- und Brückenfunktion realisiert werden, die einerseits der Situation der in Berlin lebenden Bürger afrikanischer Herkunft Rechnung trägt, und damit einen wichtigen sozialpolitischen und kulturellen Ansatz verfolgt. Andererseits soll auf die Situation Afrikas fokussiert, der kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Dialog sowie Wissens- und Wirtschaftstransfers und fairer Handel gefördert werden.

 

Neben der schwierigen wirtschaftlichen Situation finden sich in Afrika äußerst heterogene Gesellschaftsformen. Aufgrund dieser Heterogenität Afrikas einerseits und der durchgängigen ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme andererseits wird es konzeptionell keine landes-spezifische Schwerpunktbildung geben. Die Konzeption des Interkulturellen Hauses - Pan Afrika ist kontinental angelegt und dient in Berlin der Förderung, Beratung, Betreuung und damit auch Integration der hier lebenden afrikanisch stämmigen Menschen und im externen Bezug der kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas.

 

Die Kernbereiche sind:

· soziale und kulturelle Betreuung, Beratung und Hilfe für afrikanisch stämmige Menschen; insbesondere für Frauen und Kinder

· Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs und Austauschs;

· Kulturaustausch, Präsentation von Kultur in Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträgen und Seminaren;

· Wissensaustausch durch Publikationen, Veranstaltungen, Kongresse und Kolloquien und Beratung;

· Beratung von Unternehmen in Deutschland, die sich in Afrika engagieren möchten und die Beratung von Unternehmern und Unternehmerinnen mit afrikanischem Migrationshintergrund in Berlin.

· Integration von afrikanischen Künstlern mit dem Ziel die künstlerische Entwicklung in Afrika zu unterstützen und eine Präsentations- und Austauschplattform in Berlin zu schaffen;

 

Das Interkulturelle Haus - Pan Afrika wird über ein Kuratorium geführt, dessen Aufgaben insbesondere die institutionelle inhaltliche Beratung der Abteilungen und die Eingliederung der die Gesellschaft Pan Afrika tragenden Organisationen und Partnerorganisationen in die Hausorganisation sind. In dieses Kuratorium sind neben Repräsentanten der Trägerorganisationen Repräsentanten des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens sowie Repräsentanten von Organisationen und öffentlich-rechtliche Stellen, Verbände usw. des Netzwerks der Organisation Pan Afrika zur Mitarbeit eingeladen und berufen.

 

Das Haus in der Petersburger Str. 92 beherbergt seit Anfang der 90er Jahre sozialorientierte Vereine, die hier ihr zuhause gefunden haben.

 

Eine zentrale Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten, insbesondere aus den afrikanischen Raum, scheiterte bisher an den fehlenden Räumlichkeiten und der damit verbundenen fehlenden Möglichkeit der Bündelung einzelner afrikanischer Organisationen und deren Verknüpfung mit den zuständigen staatlichen Stellen.

 

Die Trägerorganisation für das Haus und die Einrichtung des Interkulturellen Hauses – Pan Afrika wird von langjährig tätigen Partnerorganisationen gebildet, die mit dem Interkulturellen Haus sowohl ihre Kompetenzen hinsichtlich der Beratung und Betreuung afrikanischer Menschen in Berlin, als auch der kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Dialogs zusammenführen und in einem neuen Kompetenzzentrum bündeln und effektiv intensivieren.

 

 

 

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