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Footsteps Entertainment eröffnet afrikanische Filmreihe

Von: Roland Prejawa, 14.12.2010

 

Footsteps Entertainment ist ein Home Entertainment

Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die besten afrikanischen Spiel- und Dokumentarfilme einem internationalen Markt zugänglich zu machen. Unsere Kunden suchen nach Produkten, die sich außerhalb des gleichförmigen Mainstreams befinden, die sozio-politische, von Massenmedien vernachlässigte Fragestellungen aufwerfen und die einen Schwerpunkt auf beste bildliche Darstellung Afrikas legen.

 

Die Firma wird durch ein bereits in der Home Entertainment Industrie erfahrenes Team geleitet.

Footsteps kooperiert mit dem Kino Babylon und dem Bali Kino, um monatlich afrikanische Filme zu zeigen.

 

Die folgenden Filme sind eine Auswahl der Filme, die in der ersten Jahreshälfte von 2011 gezeigt werden:

 

 

Die Herrschaft der Röcke

 

Taafe Fanga, Fanta Berete, Dumu Berté, Yamadou Cissé, 102 Min, Mali 1997, R: Adama Drabo

 

Bei einem Dorfest im Osten Malis trägt der Geschichtenerzähler eine Legende vor. Sie handelt von Yamènè, einer jungen Frau vom Volke der Dogon. Eines Tages entwendete sie eine mystische Maske, die absolute Macht verleiht, und erklärte die Herrschaft der Männer für beendet. In Röcke gekleidet, mussten sie fortan Frauenarbeit übernehmen. Die Frauen dagegen genossen das Leben in Männerhosen. Der Rollentausch führte bald zu einer großen Krise… Der Film erhielt 1997 fünf Preise in Afrika.

 

 

From a Whisper

 

mit Ken Ambani, Abubakar Mwenda, Godfrey Odhiambo, 79 Min, Kenia 2009, R: Wanuri Kahiu

 

Der Film „From A Whisper" handelt von den Bombenanschlägen auf die beiden US-Botschaften in Nairobi/Kenia und Daressalam/Tansania im Jahre 1998. In zwei parallel laufenden Geschichten folgt der Film der jungen Frau Tamani, die ihre Mutter in den Anschlägen verlor, und Abu, dessen bester Freund einer der Bomberleger war. Basierend auf einer historischen Begebenheit stützt sich der Film auf die Kraft der Fiktion und erzählt eine überaus realistische Geschichte der Auswirkungen der Bombardierungen, indem das Leben von Opfern und ihren Familien eingefangen wird, die die Fetzen ihrer, durch die Explosion in Stücke zerrissenen Existenz, einsammeln müssen.

 

 

Die Blutenden(Les Saignantes)

 

mit Adèle Ado, Dorylia Calmel, Emile Abossolo M'bo, 93 Min, Kamerun 2005. R: Jean Pierre Bekolo

 

Sie bluten und sie lassen bluten: Zwei Frauen jung, attraktiv, todbringend ziehen los, um ein futuristisches Land von seinen korrupten, sex- und machtbesessenen Männern zu befreien. Sie erfüllen das Mevungu, ein Ritual des Beti-Volkes, das den Geheimgesellschaften der Frauen vorbehalten ist und nur in Krisenzeiten vollzogen wird. Krisenzeiten, die der Regisseur heute gekommen sieht … Spektakulärer Science-Fiction Politthriller, der 2007 beim zentralen afrikanischen Festival FESPACO den silbernen „Etalon de Yennengar“ gewann.

 

 

Clando

 

mit Paulin Fodouop, Henriette Fenda, Caroline Redl, 98 Min, Kamerun 1996, R: Jean-Marie Téno

 

Stolz und entschlossen bricht der Jäger auf, sein durch eine fürchterliche Dürre verwüstetes Dorf hinter sich lassend. Alle Dorfbewohner kommen herbei, um ihm Glückwünsche mit auf den Weg zu geben und jeder gibt ihm etwas, was er kann: ein Ei, eine Handvoll Erdnüsse, oder ein paar Kolanüsse…wie in einem Volksmärchen entschließt sich Sobgui, ein ehemaliger Computer-Programmierer, der jetzt in Douala, der größten Stadt Kameruns, illegal Taxi fährt, nach Europa zu ziehen, um dem unerträglichen Leben Kameruns zu entkommen. In Köln schließt sich Sobgui einer afrikanischen Emigranten-Gemeinde an, die Meisten hart arbeitende und hoch motivierte Leute. Sobgui beginnt eine Liebesaffäre mit der deutschen Madeleine, einer politischen Aktivistin, die ihn und seine Freunde ermutigt, in ihr Land zurückzukehren, um dort für Veränderung zu kämpfen.

 

 

Lumumba

 

mit Eriq Ebouaney, Alex Descas, Théophile Sowié, 120 Min, DRC 2000, R: Raoul Peck

 

In seinem neuen Spielfilm rekonstruiert der aus Haiti stammende Raoul Peck die dramatischen Umstände und politischen Intrigen, die 1961 in der Ermordung des ersten Premierministers des gerade unabhängig gewordenen Kongos gipfelten. Das Schicksal Patrice Lumumbas, der legendären, ja fast mythischen Figur im Prozess der Dekolonialisierung Afrikas, wird zu einem Schlüssel für das Verständnis der politischen Wirren im heutigen Kongo und der wirtschaftlichen Interessen, die den Krieg im Gebiet der Großen Seen am Laufen halten.

 



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